
Für die Besichtigung des berühmten Svartifoss können wir noch mit gutem Wetter rechnen. Vorerst machen wir jedoch einen Abstecher zum nahen Gletschersee Fjallsárlón. Im Licht der Morgensonne begegnen wir einer grandiosen Kulisse aus Eis, Fels und Wasser und wähnen uns fast ein wenig in der Arktis.


Unser Spaziergang zum Svartifoss beginnt beim Besucherzentrum des Nationalparks Skaftafell. Dieses bereitet sich schon auf den Winter vor und ist daher zum grössten Teil geschlossen. Auch an der kleinen Zahl von Reisenden lässt sich erkennen, dass die Hauptsaison vorüber ist. Entsprechend können wir den schwarzen Wasserfall in seiner ganzen Schönheit uneingeschränkt bestaunen.


Auf der Weiterfahrt nach Osten zweigen wir auf die Piste zum Breiðárlón ab und kurze Zeit später stehen wir fast mitten in der eindrücklichen Szenerie dieses Gletschersees und seiner Eisberge. Im Anschluss geht’s für uns weiter zur Gletscherlagune Jökulsárlón. Diese macht ihrem Ruf als Touristenhotspot dann alle Ehre und der Parkplatz ist gestossen voll. Wir haben keine Lust auf das Gedränge und mit wunderschönen Erinnerungen an die zwei Gletscherseen setzen wir unsere Reise fort.


Erfreut, dass das gute Wetter so lange gehalten hat, gönnen wir uns in einem Hafenrestaurant des Städtchens Höfn ein feines Nachtessen. Während der Nacht beginnt es dann doch zu regnen und das Wetter hält sich mit Sturmwinden, Dauerregen und knappen 5° C minutiös an den Wetterbericht.
Wieder bei Sonne und milderen Temperaturen geht unsere Reise nach zwei Tagen Pause weiter. Einige Kilometer auf der Ringstrasse später zweigen wir auf die 981 nach Vestrahorn ab und treffen kurz darauf auf einen wunderschönen, tiefschwarzen Sandstrand. Die Luft ist klar und frisch und weissgekrönte Wellen rollen in rascher Folge in die weite Bucht.




Mittlerweile ist es wieder einmal Zeit für etwas Kultur. Diese ermöglicht uns das Freiluft-Kunstwerk «Eggin í Gleðivík», das seit August 2009 im Hafenstädtchen Djúpivogur in der Bucht Gleðivík steht. Das Werk wurde vom isländischen Künstler Sigurður Guðmundsson geschaffen und besteht aus 34 steinernen Nachbildungen von Eiern von Vögeln, die in der Umgebung des Ortes brüten.

Auf unserer Fahrt entlang der Ostfjorde herrscht mehrheitlich garstiges Wetter und wir sind entsprechend zügig unterwegs. Die Kulisse aus Bergen, deren Gipfel in den letzten Tagen mit Neuschnee verziert wurden und die herbstliche Farbenpracht der Berghänge hellen die eher triste Stimmung etwas auf.
